Tiergestütztes Arbeiten

Seit mehr als zehn Jahren begleiten wir Kinder und Jugendliche aus dem Sonderschulbereich mit unseren Eseln. Die gestützte Eselarbeit ist eine starke Hilfe in der gesunden Entwicklung. Der Umgang mit Eseln hilft unseren Schülerinnen und Schülern, denn gesunde Esel sind, wie Tiere im Allgemeinen, klar in ihrem Verhalten.

«Man kann sie verstehen, und sie verstehen mich»

Für Kinder mit Entwicklungsstörungen ist die Umwelt nicht einfach zu begreifen. Die Mitmenschen können sich unterschiedlich äussern und sind nicht immer klar verständlich. Sie können etwas sagen und etwas anderes meinen. Double-bind Kommunikation (zwei unterschiedliche Botschaften auf einmal senden) ist bei Tieren nicht möglich. Esel sind klar in ihrem Verhalten und verstehbar. Sie reagieren natürlich in der Begegnung mit Menschen und sind an ihnen interessiert. Mit ihrem freundlichen Wesen üben sie eine grosse Faszination auf unsere Schülerinnen und Schüler aus.

Die Schülerinnen und Schüler kommen klassenweise zu den Tieren und begegnen ihnen auf ihre persönliche Weise. Wir versuchen, ihnen Ängste zu nehmen und Vertrauen aufzubauen. Wir möchten die sie in ihrer Selbstwirksamkeit stärken, das Empfinden von Nähe und Distanz in einer realen Begegnung üben.
Viele Schülerinnen und Schüler lassen die Zuneigung eines Esels eher zu und erwidern diese.

Unsere Schülerinnen und Schüler lernen in der regelmässigen Begegnung mit Eseln auch ihr eigenes Verhalten und Grenzen kennen und üben Verantwortung zu übernehmen.  In der interaktiven Begegnung mit den Tieren erfahren die sie gegenseitige Zuneigung und wachsende Selbstsicherheit und Stärkung des Selbstwertgefühls.

Martin Niedermann, Heilpädagoge und Eselschef

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Esel 2013 (1)
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