Jahreszeitenfeste

Weihnachtsbetrachtung

Die biblische Überlieferung, dass sich Gott mit der Erde leiblich verbunden hat, geht weit über das Christliche hinaus. Es ist eine Tatsache, die die Welt verändert hat und damit alle Menschen betrifft. Die Veränderung haben damals die Hirten einerseits und die Könige andererseits wahrgenommen. Es sind zwei Seiten die wir in uns selber wieder finden können: Die Hirten für das ursprünglich Gemüthafte, die Könige mehr für das gedankliche Berechnende. Beide, Könige und Hirten erlebten das Vergehen einer Epoche, die sich in der Dekadenz des römischen Reiches widerspiegelte. Es war als verdunkelte sich die Erde. Die Hirten erlebten nun ein helles Licht. Sie wussten unvermittelt, dass die dunkle Zeit vorüber war und ein neues Zeitalter beginnen sollte. Die Könige verstanden sich auf die Berechnung der Sterne und wussten aus dieser Erkenntnis von einer neuen Zeit.
Heute können wir diesen Umbruch im Jahreslauf erleben: Die Dunkelheit nimmt stetig zu, bis hin zu Weihnachten. Von da an wird es von Tag zu Tag immer heller!

Beitrag aus dem Kaleidoskop Nr. 28 von Ueli Halter, Klassenlehrer

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